Die Bildungsreform hat keine Auswirkung auf Gehaltshöhe


Die Umstellung auf Bachelor- und Master-Studiengänge hat keine Auswirkung auf die Höhe der Startgehälter der Hochschulabsolventen. Das zeigte die aktuelle Umfrage der Manager und Führungskräfte deutscher Unternehmen, die vom Consulting-Unternehmen Kienbaum durchgeführt wurde. Vor dem Beginn der Bildungsreform äußerten einige Experten die Befürchtung, dass Bachelor und Master weniger konkurrenzfähig auf dem Arbeitsmarkt sein werden als Diplom-Spezialisten. Aber solche Prognosen haben sich nicht bestätigt: Bachelor und Master verdienen nicht weniger als ihre Kollegen mit Diplom. Ausschlaggebend für Gehaltshöhe sind nicht die Art des Hochschulabschlusses, sondern die Gesamtnote im Abschlusszeugnis, erste berufliche Erfahrungen und Auslandsaufenthalte. Besonders gefragt sind heute Hochschulabsolventen mit MBA-Abschluss. Außerdem verdienen Master durchschnittlich 3000 Euro pro Jahr mehr als ihre Kollegen mit Bachelor-Abschluss. Das durchschnittliche Jahresgehalt der Fachkräfte mit Bachelor-Abschluss  beläuft sich auf ca. 39 000 Euro. Bachelor sind besonders gefragt im Handel, Bauwesen und Herstellungsindustrie. Die Umfrage zeigte auch, dass die Unterschiede zwischen den Gehältern der Universitäts- und Fachhochschulabsolventen immer geringer werden. So verdient ein Ingenieur mit dem FH-Diplom ca. 41000 pro Jahr,  sein Kollege mit dem Universitätsdiplom lediglich 2000 Euro pro Jahr mehr, vor vier Jahren waren es 3000 Euro. Diese Umfrage bereitete auch eine Überraschung: es zeichnet sich immer mehr die Tendenz ab, dass die Chemiebranche den Universitätsabsolventen die FH-Absolventen bevorzugt.