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Nach den Einschätzungen des Verbandes deutscher Ingenieure mangelt es in Deutschland zur Zeit an ca. 100 000 Ingenieure. Dieser Fachkräftebedarf kostet die deutsche Wirtschaft jährlich ca. 7 Milliarden Euro. Der Ingenieuren-Mangel wirkt sich erheblich auf die Personalpolitik der Unternehmen aus: hohe Beträge werden in die Weiterbildung der Mitarbeiter investiert, Fachkräfte im höheren Alter werden eingestellt, Betriebskindergärten werden eröffnet, damit auch junge Eltern berufstätig sein können. Der Verband der deutschen Ingenieure schlägt auch eine weitere Lösung des Problems vor: die naturwissenschaftlichen Fächer sollen in den Schulen besser und spannender unterrichtet werden.
Die Untersuchungen des Consulting-Unternehmens Kienbaum haben gezeigt, dass die Gehaltshöhe der Fachkräfte nicht nur von den beruflichen Qualifikationen, sondern auch von der Wahl des Arbeitsplatzes abhängt. So beläuft sich das durchschnittliche Jahresgehalt eines führenden IT-Spezialisten bundesweit auf 92000 Euro. Dabei verdienen IT-Spezialisten in Düsseldorf im Vergleich zu den anderen Großstädten Deutschlands 25% mehr. In Ostdeutschland sind die Fachkräfte in dieser Branche unterbezahlt: sie verdienen 15% weniger als ihre Kollegen in Westdeutschland.
In der deutschen Metall- und Elektroindustrie steigt die Anzahl der neuen Arbeitsplätze. So wurden in diesen Branchen letztes Jahr 130 000 neue Arbeitsplätze geschaffen. Die Gesamtzahl der in diesem Bereichen beschäftigten Fachkräfte beläuft sich heute auf 3,58 Millionen. Das Schaffen der Arbeitsplätze zahlt sich aus: die Unternehmen bekommen neue, attraktive Aufträge, insbesondere aus dem Ausland. Was den deutschen Unternehmen bei ihren Auslandsgeschäften massiv zugute kommt, ist die Qualität, die man dort fast automatisch mit deutschen Produkten in Verbindung bringt.
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